Finanzierung

Welche Möglichkeiten fallen Euch dazu ein?

Hallo!

Beitragvon vogtländer » Fr Jul 14, 2006 8:02 am

Hallo, Erosablume!

Ich wohne im oberen Vogtland, Sachsen, nahe an Oberfranken. Hier in der Gegend stehen viele verlassene Höfe mit Grundstücken leer und sind recht preiswert zu kriegen. Bewohnbare Häuser gibts schon ab 10.000 E., ohne größeres Grundstück. Falls Du mal was genaueres wissen möchtest, kannst Du mich gern fragen.

Tschüssi, Thomas
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Beitragvon EROSABLUME » Fr Jul 14, 2006 8:14 am

Zum Kauf von einem Hof wirds bei mir finanziell nicht reichen. Wie sieht´s denn aus mit mieten? Wie hoch sind bei dir denn so die Mieten? Bei uns geht es so ab 500 Euro kalt los. Ich könnte meinen Traum eh nur mit mehreren Gleichgesinnten in einer Hof WG verwirklichen.
Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, denn meine jetzige WG löst sich gerade auf und ich bin auf Wohnungssuche. Ich habe bis jetzt aber nur eine Person gefunden die sich soetwas vorstellen könnte. Um einen Hof zu betreiben benötige ich aber mindestens 5 Personen.
Liebe Grüsse
Eva
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Hof

Beitragvon vogtländer » Fr Jul 14, 2006 1:29 pm

Hallo, Eva!

Zum Thema Hof mieten: was das kosten würde weiß ich nicht, ist sicher auch in jeder Gegend anders und das es überhaupt welche gibt bezweifle ich, aber ich weiß es nicht. Ich würde allerdings keinen mieten, da ist man ja auch nicht sein eigener "Herr" und muß den Eigentümer fragen und sich an alle Vorschriften halten. Auf dem eigenen Grund kann man nicht so leicht angemotzt werden, wenn´s mal nicht so gemacht wird, wie das die Nachbarn gern hätten :wink: .
Falls Du bei einer bestehenden Gemeinschaft mitmachen möchtest, kannst Du Dich hier informieren www.coforum.de
Dann auf rechts oben: "MeistBesucht" klicken und dann auf " ArchivKooperativerProjekte"
Da sind sehr viele unterschiedliche Gruppen mit Adressen aufgelistet.
Es gibt auch noch www.eurotopia.de wo man Leute suchen kann für eine wie auch immer geartete WG oder Gemeinschaft. Aber das ist sehr viel zu lesen, da hab ich wochenlang gestöbert....Ist aber auch interessant, die unterschiedlichsten Gemeinschaften kennenzulernen. Das hilft auch dabei, sich selber klarer zu werden, was man eigentlich will und ob`s Leute gibt, mit den gleichen Zielen. Bin ja auch hier im SV-Forum gelandet, weil mir die meisten anderen Foren und Aussteiger-Gemeinschaften nicht zusagten, obwohl durchaus einige dabei waren, die bedenkenswert waren.
Aber alles zu erfüllen, was man sich wünscht, wird wohl sehr schwierig werden, da wird man immer Kompromisse machen müssen.
Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg :wink:


Hoffe, Dir erstmal etwas weitergeholfen zu haben :)

Tschüssi, Thomas
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Beitragvon EROSABLUME » Fr Jul 14, 2006 5:21 pm

Erstmal Danke Thomas für die Tipps, sind echt interessante Seiten.
Natürlich würd ich mir lieber einen Hof kaufen und mein eigener "Herr" sein, aber ich hab leider keine finanziellen Rücklagen und das Geld was ich verdiene reicht grad für mich und meine Mutter.
Ich meine 10.000 Euro sind ja nicht gerade viel für einen Hof aber einen Kredit bekomme ich bestimmt auch nicht. :?

Oh Mann wo bekomme ich das Geld her????????????????

Hat nicht zufällig Jemand was über??? :lol:
Liebe Grüsse
Eva
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Beitragvon EROSABLUME » Sa Jul 15, 2006 12:38 pm

Lieber Thomas,
ich würde gene mehr über die Kaufangebote in deiner Region erfahren. Wenn du mal Zeit hast, würdest du dich da mal für mich ein bischen schlau machen?
Ich suche einen kleinen Hof mit Scheune und Stall für ca. zwei Kühe, ein paar Ziegen, Hühnern und einen grossen Garten.
Wenn du dich mal einfach ganz unverbindlich erkundigen würdest, ich wäre dir sehr dankbar!! :lol:

Vielen, vielen Dank!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Liebe Grüsse
Eva
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Beitragvon Kalkbrenner » Sa Jul 15, 2006 2:59 pm

Hi Erosablume,
komm doch einfach zum 1. Selbstversorgertreffen. Da können wir mal alle über die Zukunft reden. Vielleicht kann man ja auch mal was zusammen aufbauen. So Hof-mässig meine ich. Das ist ja unser aller Traum, oder?! :D Dann gehts finanziell und auch sonst viel leichter als ganz allein und vorallem ohne Erfahrung.

Liebe Grüsse
Steivan
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Beitragvon EROSABLUME » So Jul 16, 2006 9:52 am

Hallo Steivan,

...du hast natürlich Recht.
Ich würde gerne kommen, ich bekomme nur leider keinen Urlaub. :x
Vielleicht können wir das so organisieren, das wir jedes Jahr mindestens einmal treffen!? :roll:
Liebe Grüsse
Eva
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Beitragvon Logsmith » Mo Jul 17, 2006 8:04 am

Hallo Erosablume,

um schnell 10.000 Euro zu verdienen gibt es natürlich die Möglichkeit, zu arbeiten.
Empfehlenswert zum Beispiel Permanentpflege von behinderten Menschen. Ein Freund von mir hat das gemacht. 24h rund-um-die-Uhr Pflege eines querschnittsgelähmten Ex-Motorradfahrers. War keine große Sache, die Mutter hat ihn gepflegt und der Typ wollte einfach mal Abwechslung: Computern, Kino, Gespräche, mal raus.
Gab schnelles Geld.
Eine andere Möglichkeit ist Messebegleitdienst, Hostess oder Stand auf- und abbau.
Ist sicherlich schwierig, wenn Du selbst jemanden pflegen mußt.

Eine andere Möglichkeit, um an Geld zu gelangen wäre das borgen z.B. von den Eltern, Geschwistern oder Verwandten.

Aber halt, eigentlich dürfte ein Kredit bei Immobilienkauf kein Problem sein, da als Gegenwert ja die Immobilie steht. Und wenn Du 500 Euro Miete aufbringen kannst, kannst Du das Geld stattdessen auch zur Kredittilgung nehmen. Und bei 10.000 Eu, reichen 200 Eu Tilgung aus, damit behälst Du ausreichend Geld für Investitionen.

Allerdings solltest du für den Kauf eines Hofes im Emsland mit ganz andere Zahlen kalkulieren.

Viele Grüße

Michael
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Beitragvon Stefan » Mo Jul 17, 2006 8:43 am

Also komplettfinanzierungen machen banken bei alten häusern nur sehr selten und sehr ungern, weil das risiko einfach zu hoch ist... und meist fängt bei den banken die darlehenssumme auch erst bei 25000 oder 50000 euro an. darunter vergeben sie meist gar keine kredite..
Und meist wird bei älteren häusern ja auch nicht nur die kaufsumme benötigt. 10 % nebenkosten kommen ja sowiso noch dazu, und warscheinlich muss bei nem alten haus auch noch was repariert werden...
Ich würde wohl eher versuchen das über einen bausparvetrag zu finanzieren... entweder selbst abschließen, was bedeuten würde, 7 jahre warten, oder gucken, ob jemand im verwantenkreis einen hat, der den zur zeit nicht braucht, und dann für denjenigen nen neuen anzuschließen, im verwantenkreis sind die bausparverträge nämlich übertragbar...
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Beitragvon Dieter » So Aug 26, 2007 5:32 pm

Habt ihr schon mal was den Burgenbau Projekt
Guédelon in Frankreich gehört?
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,435730,00.html

Die bastelen da schon seit einigen Jahren mit mittelalterlichen Werkzeugen und Techniken fleißig an einer Burg rum. Jedes Jahr kommen da 250.000 Touristen und lassen zwei Millionen Euro Eintrittsgelder da. Das ganze Projekt droht dann zwar mehr zum Themenpark zu werden und man fühlt sich oft wie im Zoo auf der anderen Seite von Zaun. Aber ich denke das das besser wäre als nie anzufangen und immer nur Frustriert eine neue Selbstversorger Gruppe oder Seite im Internet zu finden von der man sich endlich ein Durchbruch erhofft. Natürlich braucht niemand zwei Millionen Euro Eintrittsgelder ich denke das da man mit viel weniger glücklich werden könnte. Das Thema Mittelalter ist seit vielen Jahren beleibt es gibt immer viele gut besuchte Veranstaltungen und Märkte. Vielleicht wäre das ein Thema? Ein Mittelalterliches dorf aufzubauen und dort Zeitweise Besucher Gruppen rein zu lassen und von Zeit zu Zeit Märkte an den Wochenenden zu veranstalten.
Was haltet ihr von dieser Idee zu Finanzierung?
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Beitragvon Sancho Panzer » Mo Aug 27, 2007 10:17 am

Für mich als Historiker wäre es natürlich optimal, mich selbst versorgen und gleichzeitig noch Geld in der Museumspädagogik verdienen zu können. :wink:
Als Muster für breite Bevölkerungsschichten kann dieser Ansatz natürlich nicht dienen. Ich fände es schon noch besser, eine Lösung zu finden, die für möglichst viele Menschen eine realistische Alternative zum normalen Konsumsystem werden kann. Wenn aus unserer Randgruppe mal eine Massenbewegung werden sollte, können nicht mehr alle einen Lehrbauernhof führen, der sich über besucher finanziert, das lohnt sich dann nicht mehr. Zu zeigen: "so funktioniert Selbstversorgung", während man in Wahrheit voll auf die Gäste angewiesen ist, bringt Interessierte nicht weiter. Imitieren sie nur die (begrenzten) landwirtschaftlichen und handwerklichen Tätigkeiten, fehlt ihnen das Einkommen, imitieren sie aber das gesamte Konzept, müßten sie auch ein "Big Brother"- Leben führen und es immer schaffen, genügend Gäste anzulocken.
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