Seligen und Heiligenverehrung - Richtig oder Falsch??

Seligen und Heiligenverehrung - Richtig oder Falsch??

Beitragvon www.SMON.de » Mi Feb 09, 2005 11:33 am

Es geht um das Thema Heiligenverehrung!!!

Zu dem Bericht vom 05.02.05; im Neuen Tag

Endlich: Vatikan startet Seligsprechungsprozess -
wollen wir einen Denkanstoß über die Heiligenverehrung geben.
(Vor allem weil dieses Thema schon zum wiederholten male dort bearbeitet wurde!)

Wie ist es zu verstehen dass man zu Maria oder einen anderen Fürsprecher als
Jesus betet wenn in der Bibel steht:

Denn es ist ein Gott und ein Mittler
zwischen Gott und den Menschen, nämlich
der Mensch Christus Jesus,
der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung.
1. Timotheus Kapitel 2 Vers 5

Manuela v. Hippel und Simon Rauch vom
evangelischen Bibelkreis Erbendorf

zu diskussionen sind wir gerne bereit - schreibt eure meinung!!! :!:
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Beitragvon Toby » Mi Feb 09, 2005 11:11 pm

Hi,

der Text mit der provokannten Überschrift: "Jetzt haben wir einen Fürsprecher bei Gott" hat mich auch sehr schockiert!
Er stand am 10.01. im Neuen Tag. Leider finde ich ihn im Archiv von Oberpfalznetz nichtmehr. Wer ihn haben möchte, oder auch den, den Smon angesprochen hat, kann sich gerne bei mir melden, oder einfach hier posten.

Hier noch ein sehr guter Link zum Thema Heiligenverehrung:
http://www.nikodemus.net/453

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Jetzt ist auch noch der PAPST dran!!!!

Beitragvon smon » So Aug 14, 2005 7:55 am

hallo liebe leser!

vor ein paar tagen habe ich die werbung für den Kirchentag in Köln gesehen. auf einmal sah man den Papst und dann sagte die sprecherin was unglaubliches !!: Und sie kommen alle um den Papst anzubeten ...
ich dachte ich sterbe - dass kann doch nicht sein - das ist überhaupt nicht biblisch - es erinnert mich eher an die offenbarung, wo irgendwer im Tempel sitzt und sich anbeten lässt - und keiner kann dagegen etwas tun bis die Zeit vorüber ist - naja -

das ist für mich auf jeden fall GOTTESLÄSTERUNG!!!!

mfg simon
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Beitragvon Toby » Mo Aug 15, 2005 8:06 am

Hallo,

das ist natürlich schon Krass, dass eine Nachrichtensprecherin sowas sagt.
Allerdings darf man durch sowas keine Rückschlüsse auf die katholische Kirche ziehen. Diejenigen, die solche Nachrichtentexte schreiben, haben in sehr vielen Fällen überhaupt keine Ahnung um was es geht.
Bei uns in der Zeitung ist vor kurzem 2 oder 3 Mal anstatt "Maria Himmelfahrt" "Christi Himmelfahrt" gestanden. Man sieht also, dass man darauf nix geben darf. Solche Aussagen, wie die von der Nachrichtensprecherin vermitteln nur einen falschen Eindruck von der Kirche.

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Beitragvon Julia » Sa Aug 20, 2005 9:26 am

Naja, nur wenn man so die Bilder sieht die da im Fernsehn kommen vom Weltjugendtag und wie fanatisch da die ganzen Leute sind wenn der Papst dann endlich mal kommt, das alles lässt bei mir ja schon so den Eindruck entstehen dass es nicht soo falsch is wenn irgendwo steht sie kommen um den Papst anzubeten. Sie beten vielleicht net direkt den Papst an, nur erweckt des den Eindruck dass der Papst wohl für sie sowas wie ein zweiter Jesus is oder was.... Naja weil es heisst ja auch immer er is unfehlbar und was weis ich...
Julia
 

Beitragvon Toby » Sa Aug 20, 2005 9:56 am

Ich hab den Eindruck, als ob des, was die Leute da machen, garnet so wirklich des is, was der Papst will.
Wenn man ihm zuhört, was er so sagt, dann ist das zu einem sehr großen Teil genau das, was es sein soll.
Man beachte seine 1. Ansprache am WJT:
http://fuenf.scm-digital.net/show.sxp/utd_9552912.html?&Xmantemp=jdeartikel&Xkein_pdf_anzeigen=1
Und so wirklich super begeistert schien er auf den Bildern im Fernsehen auch nicht, als während seiner Ansprache ihn immer wieder "Benedetto" rufe unterbrachen.
Gut fand ich auch, dass er gesagt hat, dass die Ökumene wichtig ist, weil wir Christen sonst unglaubwürdig wirken.

Was ich allerdings sehr schwach fand ist: Er hat gesagt, dass diese Einigkeit allein bei der katholischen Kirche liegt. Das schwache Argument dazu war, dass die "so wie es in der Bibel steht keine Frauen als Prieser zulassen"

Aber ansonsten denke ich, dass das Problem des "Papst anbeten" an irgendeiner anderen Stelle liegt. Das ist nicht wirklich die Einstellung der katholischen Kirche.

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Beitragvon Teleri » So Jan 15, 2006 2:28 pm

Um mich als Nicht-Christin und somit Außenstehende mal einzumischen..

Ich kann es zwar nicht wirklich beurteilen und möchste auch niemanden VERurteilen, aber ich denke, das Problem liegt daran, dass viele Menschen einfach keinen Bezug zu Gott haben (Gott im Sinne irgend eines höheren Wesen, sei es nun der christliche, Odin, Zeus oder Mutter Erde). Trotzdem stellt sich jeder ab und an die Frage nach dem "Wieso". Da man aber heutzutage lernt, alles in Frage zu stellen und nur dem Glauben zu schenken, was offensichtlich "da" ist (die gute alte Wissenschaftsgläubigkeit), fällt es schwer, einfach auf etwas zu vertrauen, für das es weder eine logische Erklärung, noch irgendeine Authorität gibt, die man (wenigstens theoretisch) zur Verantwortung ziehen könnte. Wir sind so sehr im Materialismus verhaftet, dass wir selbst in Sachen Gott nach etwas festem suchen, woran wir uns klammern können, anstatt einfach auf unser eigenes Gefühl zu vertrauen.

Keine Ahnung, ob klar wird, was ich sagen will.. Wie gesagt, das ist nur meine eigene Meinung; wenn ich damit jemandem zu nahe trete, entschuldige ich mich schonmal im voraus dafür ;)
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Beitragvon AM39 » Fr Nov 23, 2007 3:36 pm

heiligenverehrung.

...ist so, wie vom richtigen Weg, in den falschen Weg abgebogen zu sein...
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Beitragvon Teleri » Do Mär 06, 2008 5:08 pm

Hm.. was ist so schlecht daran, Menschen, die offensichtlich in ihrem Leben gute Dinge getan haben, zu bewundern oder ihnen nacheifern zu wollen? Allerdings weiß ich nicht, ob der aktuelle Papst für mich zu diesen bewundernswerten Menschen gehört.. ;)
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Beitragvon Ilves » Di Mär 25, 2008 11:05 pm

Der Mensch sollte nicht den Menschen heiligen, denn so verliert er die Sicht, daß er hier nicht allein lebt und schon gar nicht das Maß aller Dinge ist.
Der Tunnelblick des modernen, zivilisierten Menschen ist es, der einem betrunkenem Autofahrer gleich, alles bald vor die Wand fahren läßt.

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Beitragvon Sancho Panzer » Mi Mär 26, 2008 9:28 pm

Es gibt immer noch viele, die den Papst anbeten oder die Heiligen, das ist ja jedem selbst überlassen, wie er das Christentum interpretiert. Auch Huldigung ist ja nur ein klitzekleines Stück weit weg von Anbetung und Huldigung gehört für die Kirche in jedem Fall dazu. Der Ring wird geküßt, der Papst segnet die Leute eigenhändig. Wo huldigt man denn heute sonst noch?
Wenn z.B. aufmarschierte Soldaten vor einem Staatsoberhaupt irgendwelche Bewegungen machen, weil das schön aussehen soll, ist das etwas anderes.

ich kann mir vorstellen, daß es für viele nicht erfolgversprechend genug ist, für alle Probleme nur eine einzige Instanz anzurufen. Schließlich gab es vor der gewaltsamen Missionierung in unserem Raum mehrere Götter mit unterschiedlichen Funktionen und jeweils begrenzter Macht.
Einige beten wohl auch heute lieber speziell zu Christophorus, wenn sie einem unfallfreies Autofahren wünschen, als pauschal zum lieben Gott. Die Religion ist ja frei geworden, jeder darf glauben was er will und wenn es noch so bescheuert ist. Mir sind solche individuellen Nuancen im Glauben jedenfalls viel lieber, als wenn wir hier eine Art "Glaubenspolizei" hätten, die "Ketzer" verhaftet.
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Beitragvon schneesturm » Di Apr 01, 2008 4:43 pm

Hi,

......da müsste es heute so viele Heilige geben,dass sie fast unzählbar wären.Es werden heute noch jeden Tag Christen umgebracht gefoltert,eingesperrt.
Viele verlieren ihr Leben heute noch für andere Menschen....oder haben sonst grosse Taten vollbracht.

Aber ich glaube nicht ,dass diese Menschen,würde man sie fragen,gewollt hätten,dass man sie verehrt oder ihnen huldigt oder sie als Vermittler zwischen Mensch und Gott anspricht.

Menschenkult,egal ob weltlich oder religiös ist schwierig,bin von Anfang an damit konfrontiert worden und habe seltsame Dinge gesehen.

Ich für meinen Teil würde keinen Menschen als Heiligen verehren.
Den einzigen,den ich gefunden habe der es wirklich verdient,ist für mich Jesus,da braucht es für mich persöhnlich keinen anderen Vermittler mehr.

LG Schneesturm

:)
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Beitragvon ina maka » Mi Apr 02, 2008 7:12 pm

hallo!
eigentlich bezeichne ich mich nicht als religiös in dem Sinne...
Ich wurde aber christlich erzogen, nicht katholisch, aber christlich.
Aus meiner Kindheit "kenn" ich viele Heilige...
Aber das waren (für mich, damals) KEINE Menschen!
Der Heilige Sankt Nikolaus, das Christkind, der Osterhase, Sankt Martin und Sankt Michael...
alles keine Menschen! Wahrscheinlich hab ich mir aus der Heiligenverehrung einen Mehrgottglauben zusammengeschnitzt ;)
Ich war ganz geschockt, als ich als Volksschülerin das erste mal darüber las, dass der Papst jemanden heilig gesprochen hat - das war für mich beinah Gotteslästerung...
wollte das ganze Thema nur mal aus einer anderen Sicht beleuchten. Nämlich: sind Heilige normale unsterbliche Menschen oder eher "Nebengötter"?? jetzt ganz ohne was werten zu wollen!!
liebe Grüsse!
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Beitragvon schneesturm » Fr Apr 04, 2008 6:12 am

Hi ina maka,

weiss jetzt nicht,ob ich dich richtig verstanden habe,wenn nicht sorry!!

Ich bin mit vielen Heiligen aufgewachsen.Das waren eigentlich alles Menschen.Auch Sankt Nikolaus war ein Mensch,der in Tiatira gelebt hat und den armen Menschen geholfen hat.Sankt Martin,ein Soldat glaube ich,hat seinen Mantel mit einem Armen geteilt,soll ebenfalls gelebt haben.Das Christkind ist ja Jesus,Gottes Sohn der Mensch wurde.

Die Heiligenverehrung gab es nicht von Anfang an,sie kam erst viele Jahrhunderete später dazu.
Menschen,die etwas besoneres getan hatten oder für ihren Glaubengestorben waren(zB. hl Stephanus) wurden als Heilige verehrt bzw gesprochen.

Da ich mit dieser Heiligenverehrung aufgewachsen bin,kann ich sagen,dass es für viele Leute aus meiner Umgebung schon sowas wie Nebengötter waren.

Man hat uns als Kinder aufgefordert die Heiligen als Vorbilder zu nehmen,vor allem die sog. Namenpatronen.Leider war meine Namenpatronin
eine Märtyrin und starb grausam.Das hat bei mir damals viel Angst ausgelöst und mich das irgendwann mal kritisch hinterfragen lassen.

Als ich entdeckte,dass die Menschen aus meiner Kirche irgendwannmal den Heiligenkult selber eingesetzt haben und man zu Jesus ohne Vermittler kommen kann,wie zu einem Freund,war das Thema für mich gegessen.

lg Schneesturm :)
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Beitragvon Teleri » Fr Apr 04, 2008 11:02 am

OT: Für mich war das Christkind immer weiblich.. klein, mit langen blonden Haaren und weißem Kleidchen.. und es hat immer an Weihnachten die Geschenke unter den baum gelegt. Ich war damals an Heiligabend immer so auf das Schlüsselloch konzentriert, weil ich es unbedingt mal sehen wollte, dass ich nicht mitbekam, dass meine Großeltern durch das Schlafzimmer über den Balkon die Geschenke ins Wohnzimmer trugen. Ich mochte das Christkind einfach, weil es Geschenke hatte ;)
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Beitragvon schneesturm » Sa Apr 05, 2008 8:56 am

Hi ,

bei unserem Christkind,das in der Krippe lag war es nicht zu ÜBERSEHEN,dass es ein JUNGE war,wenn du weisst was ich meine :wink:

Auch bei uns wurde das immer ganz spannend gemacht,aber wir konnten nie einen Blick auf das Kind werfen,wenn es angeblich da war,um Geschenke zu bringen.Aber Hauptsache es hatte Geschenke dagelassen.:D

Paralell dazu bekamen wir mit,dass man an Weihnachten die Geburt Jesu feiert.Aber als Kinder hatte man keine Probleme,das erst mal nebeneinander herlaufen zu lassen.
Erst später hat man das richtig begriffen.

LG Schnesturm :)
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